Die Leitungsrohre müssen nicht
den strengen Anforderungen der Trinkwasserverordnung
entsprechen, ihr Material sollte aber von dem weichen
Regenwasser nicht angegriffen werden. Deshalb sind
Kunststoffrohre am besten geeignet. Alle Rohre müssen
eine Kennzeichnung “kein Trinkwasser”
erhalten, an den Haupthahn und jede Zapfstelle gehört
ein Hinweisschild “Regenwasseranlage installiert.”
Regen- und Trinkwasserleitungen dürfen nicht
in Kontakt kommen: Das könnte ganze Trinkwassernetze
verkeimen.
Das Umweltministerium des Landes
Nordrhein-Westfalen fördert Regenwasseranlagen
mit bis zu 1500 Euro, ungefähr 20 Prozent der
Anlagekosten. Auch einige Kommunen geben Zuschüsse,
Auskunft darüber gibt es bei den Wasserwerken.
Eine weitere Möglichkeit, Trinkwasser
zu sparen, ist eine Brauch- oder Grauwassernutzungsanlage.
Hier wird das im Haushalt benutzte Abwasser –
mit Ausnahme dem der Toilette – in einem Sammeltank
aufgefangen und zur WC-Spülung wieder verwendet.
Das Wasser aus dem Regenfallrohr
durchläuft einen Filterschacht, zum Beispiel
mit einem Kiesbettfilter, und wird in einem Erd- oder
Kellertank gesammelt.
Im Speicher klärt sich das vorgefilterte Wasser
noch einmal selber, Bakterien und Staubpartikel verklumpen
und setzen sich am Boden ab. Mit Hilfe einer Pumpe
mit Ansaugfilter wird es dann über ein Rohrleitungssystem
den Verbrauchsstellen zugeführt. Im Handel bekommt
man einbaufertige Anlagen mit Kunststoff- oder Betonsammelbehälter.
Die sinnvolle Speichergröße – der
Tank soll einen ausreichenden Vorrat für Trockenzeiten
aufnehmen können, aber auch nicht ständig
halbleer sein – kann man mittels Faustformeln
ermitteln:
• etwa 800 Liter pro Person im Haushalt
oder
• etwa 30 Liter pro Quadratmeter angeschlossener
Regenauffangfläche. |
Für ein Einfamilienhaus liegt
die durchschnittliche Größe zwischen drei
und fünf Kubikmeter.
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