Biferrale
Verbundheizfläche
Die biferrale Verbundheizfläche aus den Eisenwerkstoffen
Guss und Stahl besteht aus einem Stahlzylinder und eingepressten
radial berippten Gusselementen. Die Innenschale aus Guss zu den
Heizgasen hin nimmt aufgrund des genau berechneten und definierten
Wärmedurchgangs eine höhere Temperatur an als der vom
Kesselwasser umgebene Stahlzylinder.

So wird der Kondensation des in den Verbrennungsgasen enthaltenen
Wasserdampfes und der Schwitzwasserbildung entgegenwirkt, Korrosionsschäden
werden vermieden. Kaltstarts schaden dem Heizkessel nicht.
Biogas
Biogas gehört zu den erneuerbaren Energieträgern. Es
entsteht beim bakteriellen Abbau von organischem Material (z.
B. Pflanzenresten) sowie tierischen Exkrementen und Abfällen
insbesondere aus der Landwirtschaft) unter Licht- und Luftabschluss
in einem Faulbehälter und enthält im wesentlichen Methan
(CH4). Neben dem brennbaren Gas, das zur Energieerzeugung eingesetzt
werden kann, entsteht hochwertiger Dünger.
Biomasse
Biomasse ist die gesamte durch Pflanzen oder Tiere anfallende/erzeugte
organische Substanz. Beim Einsatz von Biomasse zu energetischen
Zwecken – also zur Strom-, Wärme- und Treibstofferzeugung
– ist zwischen nachwachsenden Rohstoffen oder Energiepflanzen
und organischem Abfall zu unterscheiden. Nachwachsende Rohstoffe
sind:
schnell wachsende Baumarten und spezielle einjährige
Energiepflanzen mit hohem Trockenmasse-Ertrag zum Einsatz als
Brennstoff; zucker- und stärkehaltige Ackerfrüchte für
die Umwandlung in Äthanol sowie Ölfrüchte für
die Gewinnung von Bioölen bzw. Biodiesel (Rapsölmetylester)
und deren Einsatz als Schmierstoff bzw. als Treibstoff. Organische
Reststoffe fallen bei der Land- und Forstwirtschaft, der Industrie
und in Haushalten an. Dazu zählen: Abfall- und Restholz,
Stroh, Gras, Laub und Dung, Klärschlamm sowie organischer
Hausmüll.
Organische Rest- und Abfallstoffe bilden das Grundmaterial für
die Erzeugung von Biogas .
Bivalente Trinkwassererwärmung
Bei der bivalenten Trinkwassererwärmung wird das Trinkwasser
von zwei unterschiedlichen Wärmeerzeugern - z.B. Heizkessel
und Sonnenkollektoren - erwärmt. Über eine Heizwendel
des Warmwasserspeichers wird die Wärme der Sonnenkollektoren
an das Trinkwasser abgegeben. Über eine zweite Heizwendel
kann bei Bedarf eine Nachheizung über den Heizkessel erfolgen.
Brennstoffzelle
Die Brennstoffzelle ist ein Aggregat, in dem – mit hohem
Wirkungsgrad und daher geringerem CO2-Ausstoß – aus
chemischer Energie (in Form von Erdgas, Methanol, Benzin usw.)
Strom und Wärme erzeugt wird. Die direkte Umwandlung in elektrische
Energie und Wärme erfolgt dabei in einer kontrollierten Reaktion
von Wasserstoff und Sauerstoff; als Endprodukt entsteht im wesentlichen
Wasserdampf, der im Unterschied zu anderen Abgasen kein Kohlendioxid
enthält und somit nicht zum Treibhauseffekt beiträgt.
Zur Zeit werden mehrere erdgasbetriebene Brennstoffzellen bei
Energieversorgungsunternehmen getestet, um diese umweltschonende
Technik weiter zu entwickeln und Aussagen über die Zuverlässigkeit
und Wirtschaftlichkeit zu erhalten. Die Brennstoffzelle für
Pkw und Autobusse befindet sich ebenfalls in der Entwicklung.
Der Antrieb der Fahrzeuge erfolgt dabei über einen Elektromotor,
den die Brennstoffzelle mit Strom versorgt.
Brennwertheizung
Die Brennwertheizung ist eine richtungsweisende Entwicklung in
der Heizungstechnik. Während bei größeren Häusern
üblicherweise Brennwertkessel installiert werden, genügt
bei Ein- bzw. Zweifamilienhäusern der Einbau einer kleineren,
an der Wand hängenden Anlage – der so genannten Brennwerttherme.
Beide Versionen können zusätzlich nutzbare Wärme
abgeben, indem sie den im Abgas befindlichen Wasserdampf kondensieren.
Brennwertgeräte übernehmen wie herkömmliche Heizkessel
die zentrale Beheizung von Wohnungen sowie die Warmwasserbereitung.
Um die im Abgas vorhandene Kondensationswärme nutzen zu können,
ist eine niedrige Rücklauftemperatur aus dem Heizungssystem
erforderlich. Je niedriger die Rücklauftemperatur ist, desto
mehr Wasserdampf kann aus den Verbrennungsgasen freigesetzt werden.
Deshalb erreichen Brennwertkessel ihren höchsten Wirkungsgrad
in Verbindung mit Niedertemperatur-Heizflächen – wie
beispielsweise der Fußbodenheizung – sowie in der
Übergangszeit.
Brennwerttechnik
Brennwertkessel sind in der Lage, die in den Abgasen enthaltene
Wärme fast vollständig zu entziehen und zusätzlich
in Heizwärme umzusetzen und zu nutzen. Die Brennwertkessel
verfügen über Hochleistungs-Wärmetauscher, die
die Abgase bevor sie durch den Schornstein entweichen soweit abkühlen,
dass der in ihnen enthaltene Wasserdampf gezielt kondensiert und
die freigesetzte Kondensationswärme zusätzlich auf das
Heizsystem überträgt.

Mit dieser Technologie erreicht ein Gas-Brennwertkessel einen
Norm-Nutzungsgrad von bis zu 109%, ein Öl-Brennwertkessel
bis zu 104%. Brennwertkessel arbeiten dadurch besonders energiesparend,
was sowohl den Geldbeutel als auch die Umwelt schont.