Tieftemperatur-/Niedertemperatur-Heizkessel
Nasse, beschlagene Fenster sind bei einfacher Verglasung ein bekanntes
Problem. So wie dort kann sich auch an herkömmlichen Kesselheizflächen
bei niedriger Kesselwassertemperatur Feuchtigkeit (Kondenswasser)
bilden, die zu Korrosionsschäden und damit zur Zerstörung
des Heizkessels führt.

Um die Vorteile und Besonderheiten der Niedertemperaturtechnik
klar zu machen, bietet sich ein Vergleich mit einem alten Heizsystem
an. Ältere Heizsysteme werden in der Regel mit einer hohen
konstanten Kesselwassertemperatur betrieben, die mindestens 70-80°C
betragen muss - egal ob Sie viel oder wenig Wärme benötigen.
Bei Niedertemperatur-Heizkesseln passt sich die Kesselwassertemperatur
automatisch der jeweiligen Außentemperatur an. Das bedeutet:
der Niedertemperatur-Heizkessel wird mit gleitender Kesselwassertemperatur
betrieben, deren Untergrenze bei 30-40°C liegen kann. Dadurch
werden Oberflächen-, Auskühl- und Abgasverluste drastisch
reduziert - was erheblich Brennstoff spart und die Umwelt schont.
Bei alten Heizkesseln würde sich bei dieser
Betriebsweise im Heizkessel Kondenswasser bilden, was im Laufe
der Zeit unweigerlich zu Schäden führen würde.
Im Vergleich zu Niedertemperatur-Heizkesseln,
bei denen zwar eine Anpassung der Kesselwassertemperaturen an
die jeweilige Außentemperatur erfolgt, der Heizkessel jedoch
immer noch mit einer Mindest-Sockeltemperatur betrieben werden
muss, können Tieftemperatur-Heizkessel zusätzlich sogar
ganz abschalten, wenn keine Wärme benötigt wird. Kaltstarts
schaden dem Heizkessel nicht. Das reduziert zusätzlich den
Brennstoffverbrauch.
Trinkwassererwärmung

Für die Trinkwassererwärmung stehen verschiedene Systeme
zur Verfügung.
Im wesentlichen unterscheidet man zwischen zentraler und dezentraler
Trinkwassererwärmung, Durchlauf- und Speichersystem:
1. Zentrale Trinkwassererwärmung
1.1 Heizkessel + Speicher -Wassererwärmer
Die weiteste Verbreitung bei der Trinkwassererwärmung
haben zentrale Speichersysteme. Die Speicher werden dabei indirekt
über einen integrierten Wärmetauscher beheizt. Die Vorteile
dieses Systems liegen in seiner Wirtschaftlichkeit (niedriger
Energieverbrauch), seinem Komfort (ständige Verfügbarkeit
von warmem Wasser), der Möglichkeit auch solare Wärme
einzuspeisen sowie der Hygiene. Unter dem Gesichtspunkt der Hygiene
eignen sich Speicher -Wassererwärmer aus Edelstahl Rostfrei
ganz besonders.
Für eine hygienische Trinkwassererwärmung
ist es erforderlich, die Heizwendel bis zum Speicherboden zu führen.
Damit wird der gesamte Speicherinhalt aufgeheizt und es können
sich keine kalten Zonen bilden, in denen Keime gedeihen. Mit dem
Kaltwasser eingetragene Keime werden durch Erhitzen des Wassers
unschädlich gemacht.
Eine preisgünstige Alternative zu den hochwertigen
und lebensmittelechten Speicherwassererwärmern aus Edelstahl
Rostfrei stellen die emaillierten Speicher dar. Die Emaille ist
ein glasartiger Überzug, der die Stahlwände des Speichers
vor Korrosion schützt. Auch hier wird durch große Wärmetauscherflächen
das gesamte Wasser aufgeheizt und so die Keimbildung vermieden.
1.2 Gas-Kombiwasserheizer
Eine andere preisgünstige Möglichkeit,
Trinkwasser zentral zu erwärmen und für die Raumbeheizung
zu sorgen, ist die Verwendung von Gas-Kombiwasserheizern, auch
Thermen genannt. Sie sind preisgünstig in der Anschaffung
und lassen wegen der klaren Zuordnungsmöglichkeit der Heizkosten
Diskussionen zwischen Vermietern und Mietern über Heizkostenabrechungen
erst gar nicht entstehen.
Als Nachteil galt jedoch lange, dass diese Geräte
relativ hohe Wartungskosten verursachen. Nicht so bei den Viessmann
Gas-Kombiwasserheizern Vitopend 100/200. Sie sind durch das Multi-Stecksystem
sowie die Aqua-Platine leicht und problemlos zu warten. Die Trinkwassererwärmung
ist einfach und effektiv geregelt: Durch einen elektronisch geregelten
Bereitschaftsdurchlauferhitzer mit Komfortschaltung, der sofort
Warmwasser in der gewünschten Temperatur bietet.
2. Dezentrale Trinkwassererwärmung
Klassisches Beispiel für die dezentrale
Trinkwassererwärmung ist der Durchlauferhitzer. Anders als
bei Speichersystemen wird das Trinkwasser während des Entnahmevorganges
erwärmt. Die Erwärmung kann durch Strom oder auch durch
Gas erfolgen.